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Neues Übergangssystem Schule-Beruf NRW
10.02.2012
Nordrhein-Westfalen wird als erstes Flächenland ab dem Schuljahr 2012/13 einen landesweiten und systematischen Übergang von der Schule in die Ausbildung einführen. Die praktische Umsetzung soll in sieben Referenzkommunen begonnen und wissenschaftlich begleitet werden. Mülheim an der Ruhr ist eine der sieben Referenzkommunen.
Ziel ist es, den Gesamtprozess effizienter zu gestalten und eine deutliche qualitative Verbesserung des Übergangssystems zu erreichen. Darauf haben sich heute die Partnerinnen und Partner im Ausbildungskonsens NRW geeinigt. Landesregierung, Gewerkschaften, Arbeitgebende, Kammern, Arbeitsverwaltung und Kommunen in NRW bekräftigten nach ihrem Spitzengespräch, Nordrhein-Westfalen baue ein bundesweit einzigartiges Übergangssystem auf, in dem individuelle Potentialanalyse und Förderung jedes einzelnen Jugendlichen im Vordergrund stehen.
Ziel ist, ausbildungsreifen Jugendlichen möglichst rasch nach der Schule den Einstieg in eine Berufsausbildung zu ermöglichen. "Wir müssen von der Nachversorgung und dem Maßnahmendenken wegkommen – hin zu einem präventiven Ansatz, in dem rechtzeitig und wirksam etwas für die Jugendlichen getan wird. Das Motto ist ‚Kein Abschluss ohne Anschluss!’ Nur so können wir die zukünftigen Fachkräfte für die Wirtschaft unseres Landes gewinnen", betonte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nach dem Gespräch der Partnerinnen und Partner im Ausbildungskonsens.
"Wir wollen alle Jugendlichen noch in der Schule fit für die Berufsausbildung machen, um ihnen Warteschleifen zu ersparen", machte Arbeitsminister Guntram Schneider deutlich. Schätzungsweise 80.000 junge Menschen sind derzeit in Maßnahmen, vor allem der Berufskollegs, die nicht direkt zu einem Berufsabschluss oder einer Hochschulzugangsberechtigung führen, sagte Schneider. Die Hälfte von ihnen, schätzen Experten, sei ausbildungsreif.
Hier finden Sie alle Materialien zum Neuen Übergangssystem.
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